Für viele ist das Auto längst nicht nur ein Fortbewegungsmittel – der eigene PKW soll einen persönlichen Touch haben. Aufkleber sind perfekt dazu geeignet, Akzente zu setzen und um sonstigen Verkehrsteilnehmern eine Message zu senden. Unter anderem sind Sticker mit der Aufschrift „Baby an Bord” oder „Fahranfänger” eine häufige Wahl. Aber auch Motive wie etwa ein Peace-Zeichen, das Fischsymbol als religiöses Zeichen oder auch Werbung für das eigene Kleinunternehmen sind sehr beliebt.
Grundsätzlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Von aussagekräftigen Heckscheibenstickern bis hin zu dekorativen Aufklebern an den Seitentüren des Fahrzeugs ist alles dabei. Viele nutzen die typischen Heckscheiben-Verzierungen, um dem Hintermann eine Botschaft zu senden. Aber auch die seitliche Beklebung mit Streifen oder Ornamenten gibt dem Auto eine individuelle Note und lässt es auf den Straßen auffallen.
Welche Motive man wählt, ist einem völlig selbst überlassen, solange diese nicht zu obszön, beleidigend oder gar vom Verfassungsschutz verboten sind. Im Internet findet man viele unterschiedliche Sticker oder man wird künstlerisch aktiv und designt den Aufkleber nach seinem eigenen Geschmack. Bezüglich der Auswahl- und Designmöglichkeiten findet man hier mehr Informationen.
Je nach Anbringungsort sollte darauf geachtet werden, dass der Aufkleber aus dem richtigen Material gefertigt ist. Dies ist wichtig, um eine lange Haltbarkeit bei Wind und Wetter zu gewährleisten. Einige Aufkleber sind auch so gefertigt, dass sie am Inneren der Scheibe angebracht werden können.
Grundsätzlich gibt es drei gängige Begriffe, die einem in Anleitungen für Autoaufkleber begegnen können:
Hiermit ist der tatsächliche Aufkleber gemeint, also die Fläche, die letztendlich auf dem Fahrzeug zu sehen ist.
Die Trägerfolie ist meist ein dickes, weißes Papier, auf welchem das Motiv – also der Aufkleber – angebracht ist. Sie dient lediglich als Schutz, um die Klebefläche vor Verunreinigungen und Beschädigungen zu bewahren.
Diese Folie besteht überwiegend aus einem durchsichtigen Material und soll dabei helfen, den Klebevorgang zu vereinfachen. Sie verhindert zudem, dass die Finger mit der Klebefläche in Kontakt kommen und keine Fettrückstände entstehen. Die Transferfolie ist allerdings nicht bei allen Aufklebern vorhanden.
Hat man sich nun das perfekte Motiv ausgesucht, kommt es ans Anbringen. Dies kann selbstverständlich auch ein Profi übernehmen, ist aber nicht notwendig. Auch Hobby-Tuner und Bastler können den Aufkleber mit wenigen Handgriffen makellos ans Auto bringen. Hierfür gibt es zwei Varianten: Entweder die Trockenklebung oder die Nassklebung. Beide Methoden sollen einen gelungenen Auftrag der Sticker versprechen.
Folgende Hilfsmittel werden für beide Versionen benötigt:
● Kunststoffrakel (es eignet sich auch ein Kunststoffschaber oder ein Tuch)
● Kreppband oder Tesafilm
● Schere oder Teppichmesser
● fusselfreie, saugfähige Tücher
● Lackreiniger oder Entfetter
● Lineal oder Maßband
● Steck- oder Nähnadel zum Entfernen von Bläschen
● bei Nassklebung: Sprühflasche mit Applikationsflüssigkeit
Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Motive, die nicht größer als eine Armspannweite sind. Sie eignet sich besonders für das Bekleben der Scheiben.
Bevor es ans Anbringen geht, sollten die äußeren Bedingungen gegeben sein. Hierbei darf die Außentemperatur nicht unter 10 Grad betragen, eine direkte Sonneneinstrahlung sowie Staub sollten ebenfalls vermieden werden. Außerdem sollte man viel Zeit und Geduld mitbringen, damit man eine ruhige Hand hat und Flüchtigkeitsfehler vermieden werden. Zudem sollte der Aufkleber so vorbereitet sein, dass die Trägerfolie bereits entfernt und mehrteilige Motive zurechtgeschnitten sind.
Schritt 1: Untergrund reinigen und entfetten
Schritt 2: Klebefläche ausmessen und mit Kreppband oder Tesafilm markieren
Schritt 3: Transferfolie mit dem Kunststoffrakel anreiben und entfernen
Schritt 4: Transferfolie und Motiv an Markierungen ausrichten
Schritt 5: Transferfolie und Motiv mithilfe des Rakels von oben nach unten langsam
Schritt 6: Auf Bläschen überprüfen und diese gegebenenfalls entfernen
Schritt 7: Mit dem Föhn die Klebewirkung beschleunigen
Schritt 8: Transferfolie vollständig abziehen
Nach ungefähr 24 Stunden hat der Kleber seine Haftung vollständig entwickelt.
Die Nassklebung ist für größere Motive geeignet und erfordert eine längere Trocknungszeit als die Trockenklebungs-Methode. Sie ist jedoch für eine Beklebung der Seitentüren oder der Motorhaube besser geeignet.
Die Schritte der beiden Methoden sind fast identisch. Der einzige Unterschied ist, dass für eine Nassklebung eine spezielle Applikationsflüssigkeit gebraucht wird. Diese wird eventuell bereits der Bestellung der Autoaufkleber beigelegt.
Bevor der Sticker am Auto angebracht wird, müssen sowohl der Aufkleber als auch der Untergrund mit der Flüssigkeit benetzt werden. Anschließend wird das Motiv samt Transferfolie aufgelegt und kann durch Schieben positioniert werden. Mit dem Rakel wird die Flüssigkeit vollständig herausgestrichen und der Aufkleber angedrückt. Die restlichen Schritte decken sich mit denen der Trockenklebung.
Hier muss etwa drei Tage gewartet werden, bis der Klebstoff seine vollständige Haftung erreicht.
Welche Aufkleber schlussendlich erlaubt sind und wie groß diese sein dürfen, ist in der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) geregelt. Ein Sticker an der Heckscheibe darf beispielsweise nicht mehr als 0,1 Quadratmeter der Gesamtfläche bedecken. Für manche Aufkleber ist das Mitführen einer Bauartgenehmigung erforderlich. Im Zweifel sollte man sich vorab über die Auflagen informieren, damit durch die Anbringung eines Motivs die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges nicht erlischt. Ansonsten steht der Fahrt im individuell gestalteten Gefährt nichts im Wege!